Die Elbe weiter ein Stück abwärts

Die Elbe weiter ein Stück abwärts…

Die traditionelle Wanderfahrt am letzten Wochenende im Juli 2018 fand planmäßig statt.

Die Boote "Aurith", "Hiddensee", "Falke" und "Milan" starteten auf der Elbe von Magdeburg nach Havelberg.

Die Fahrt von Frankfurt (Oder) nach Magdeburg, das Abladen und das Anschlagen der Boote im Bootshaus in Magdeburg klappte gut. Weiter ging die Fahrt mit den Autos nach Tangermünde zu unserem Hotel. Tangermünde ist eine hübsche Kleinstadt mit einer wunderschönen historischen Altstadt. Der 47 m hohe Hafenspeicher ist sehens- und das Kuhschwanzbier trinkenswert.

Wir übernachteten in der „Altstadtpension“ und den dazugehörigen „Schlafstuben“. Es war ein Erlebnishotel, so übernachtete z.B. Frank im Kuhstall und hatte auch eine Kuh im Zimmer. Nun wurde im Hotel noch Abendbrot gegessen und dann war Nachtruhe.

Am Donnerstag ging die Rudertour in Magdeburg los, das Ziel war Rogätz. Es war an diesem Tag und auch über die ganze Zeit sehr warm, immer über 30 Grad. Unser Fahrtenleiter, Bernd Tränkle, verordnete jedem täglich 2 große Flaschen Wasser in Abständen von 5 km zu trinken, unbedingt eine Kopfbedeckung aufzusetzen und reichlich Sonnenschutz aufzutragen. Und das war gut so.

In Magdeburg wurde auch die Bootseinteilung bekannt gegeben.

Der Milan war das Führungsboot mit Bernd, Fred und Steuerfrau Gela Büring.

Der Falke wurde besetzt mit Peter Streblau, Jens und Steuerfrau Gabi Streblau.

Die Hiddensee war fast ein reines Frauenboot mit Sieglinde, Steffi, Kirsten , Lilo und Christian Popiela.

Die Aurith wurde mit Axel Henschke, Kerstin M., Wolfgang Gummersbach, Frank Popiela und mir besetzt.

Tägliche Veränderungen gab es nur im Führungsboot.

Nun ging die Fahrt los. Von Magdeburg nach Rogätz.

In Magdeburg war die erste Hürde – der Domfelsen - mit hoher Welle. Alle Boote haben ihn gemeistert. An diesem Tag hatten wir Wind und Wellen. Nach 28 km war das Ziel Rogätz erreicht. Im dortigen Kanuverein wurden die Boote aus dem Wasser genommen und abgelegt. Mit den Autos ging es nach Tangermünde. Das Abendessen beim „Italiener“ war gut.

Der 2. Tag  -  von Rogätz nach Tangermünde –

Heute haben wir die Natur rechts und links der Elbe genossen. Wir waren im Naturschutzgebiet. In Tangermünde wurden die Boote im dortigen Kanuclub aus dem Wasser genommen. Nun ab zum Hotel. Nach kurzer Verschnaufpause  ging es zum Abendessen. Wir speisten diesmal beim „Griechen“. Das Essen war auch dort gut, nur mit der Reservierung hatten sie sich etwas schwer getan.

Das Naturschauspiel die totale Mondfinsternis und den roten Vollmond beobachteten wir an der Elbe.

Der 3. Tag - unser letzter Rudertag – dieser Wanderfahrt

                         Von Tangermünde nach Havelberg

Wir ruderten vorbei an Arneburg mit der wunderschönen Burg. Viele, viele Wildgänse begrüßten uns lautstark rechts und links der Elbe. Nur manchmal war der Frauen-Vierer lautstärker.

Auch ein roter Milan umkreiste uns. Ich glaube, unser Führungsboot der "Milan" hatte es ihm angetan.

Am km 4o8 in Stendal stand das Kernkraftwerk. Es sollte das modernste Kernkraftwerk der DDR werden. Die Wiedervereinigung 1989/90 verhinderte die Fertigstellung.

Am km 422 verließen wir die Elbe und ruderten durch den Schleusenkanal zur Schleuse „Havelberg“.  Ja, was war den hier los? Die Schleuse war offen und auf rot gestellt. Ein Anruf von Frank genügte und es gab für uns grün. Wir ruderten einfach durch. Toll!!

Der Havelberger Wassersportverein war das Tagesziel und auch das Endziel unserer Wanderfahrt. Nun hieß es wieder: Boote aus dem Wasser nehmen, abschlagen und auf den Hänger laden. Unsere Kraftfahrer brachten uns und den Bootshänger zurück nach Tangermünde.

Hier ein großes Dankeschön an unserer Autofahrer  - Jens und Gela, Kirsten und Peter, die das Procedere der Logistik zusätzlich bewältigten. Nun hieß es wieder frisch machen und ab zum „Kroaten„  Abendbrot essen. Hier war es auch sehr gut. Danach noch der traditionelle, tägliche Absacker im Innenhof des Hotels. Sensible Schweizer hatten zwar was dagegen, aber wir waren ziemlich leise. In echt.

Erwähnen möchte ich noch, dass wir unsere Mittagspausen an den 3 Rudertagen am Strand der Elbe verbrachten. In der Frühe wurde Grillgut (Steak und Wurst) gekauft. Damit es gut gekühlt in der Kühltasche blieb, wurden noch tiefgekühlte Früchte dazu gepackt.

Nachdem eine geeignete Stelle für die Mittagspause gefunden wurde, schmiss Fred den Grill an. Während die Ruderfreunde in der Pause den Schatten suchten, grillte Fred in der  prallen Sonne für uns. Fred du bist unser "Sonnen-König", nein unser  "Sonnen-Grillmeister". Danke.  Es dauerte nicht lange und schon rief Fred zum Essen abfassen. Als Nachtisch gab es Bowle aus den aufgetauten Früchten. Wir lebten nicht schlecht!

Ein besonders wichtiges Thema unserer Wanderfahrt waren die  „Maulbeeren“.

Ausgelöst durch die Maulbeermarmelade beim täglichen Frühstück im Hotel, kam es zu hochinteressanten Diskussionen und wissenschaftlichen Abhandlungen über die Zucht von Maulbeersträuchern, welche Früchte sind die Besten? Die roten, die weißen oder die schwarzen usw...

Ich glaube, bei der Wanderfahrt im nächsten Jahr, können die Ruderfreunde über den Anbau von Maulbeersträuchern im eigenen Garten, auf dem Balkon, an der Helene oder auch im Ruderclub berichten. Wir haben jetzt auch

ein Maulbärchen              und zwei neue Maßeinheiten

-       1  - Bernd -  und

-       1  - Frank  -

Das Fazit unserer Wanderfahrt:

Es war eine sehr, sehr schöne, eine entspannte und harmonische Wanderfahrt.

Dafür sagen wir unseren Organisatoren Bernd, Sieglinde und Frank herzlich Danke.

Bei Fred und Bernd bedanken wir uns für die sichere Hin– und Rückfahrt.

Jetzt freuen wir uns schon auf die Wanderfahrt im nächsten Jahr. Bleibt gesund.

 Gudrun

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